Aktuelle Ausstellung: Kunst re:start – Querschnitt der zeitgenössischen Kunst

Der aus Karlsruhe stammende Kunstsammler und Galerist Atilla Kirbas präsentiert aus seiner Sammlung in den Räumen der Stadthausgalerie vom 1. April bis 30. Mai 2021 drei wichtige Phasen der zeitgenössischen Kunst.

So liegt ein Fokus auf der in den 1960er- und 1970er-Jahren weltweit anerkannten Pop Art – in der Ausstellung vor allem repräsentiert durch den Künstler Mel Ramos. Ein weiterer Bereich zeigt Werke der deutschen Künstler Markus Lüpertz und Jörg Immendorff. Den Abschluss bildet dabei eine größere Ausstellung mit verschiedenen internationalen Künstlern der „new contemporary art“ – der Kunst seit den 2000er-Jahren.

 

Sammler Atilla Kirbas mit Künstler Mel Ramos (c) Atilla Kirbas

Die Pop Art

Die Pop Art entstand in den 1950er-Jahren und verbreitete sich in den 1960er- und 70er-Jahren überwiegend in Großbritannien und den USA. Merkmale dieser Kunstrichtung sind Motive aus der Alltagskultur, z. B. der Werbung, sowie eine fotorealistische, häufig überdimensionierte Darstellung.

Mel Ramos (1935–2018), Sohn portugiesischer Einwanderung, geboren in Sacramento, Kalifornien gelangte über die Darstellung von weiblichen Superheldinnen zu den sogenannten "Commercial Pin-Ups", weibliche Akte in Verbindung mit Markenartikeln, als Parodie der typischen Werbearrangements der 1950er- und 1960er-Jahre.

Jörg Immendorff "The Rake's Progress" Unikat (c) Atilla Kirbas

Jörg Immendorff

Jörg Immendorff (1945–2007), deutscher Künstler und Kunstprofessor, avancierte Anfang der 1980er-Jahre zu den bekanntesten deutschen Gegenwartskünstlern. Er schuf schon früh gegenständliche Bilder, Skulpturen und Grafiken mit politisch-gesellschaftskritischen Inhalten (u. a. die Teilung Deutschlands). Der wohl bekannteste Schüler von Joseph Beuys machte sich vor allem einen Namen durch einen Zyklus politischer Malerei aus den 1970er-Jahren, das "Café Deutschland", manche kennen ihn auch als Porträtisten von Altkanzler Schröder. 1997 wurde bei Immendorff die tödliche Nervenkrankheit ALS diagnostiziert; die Krankheit beeinflusste sein Werk, das sich zunehmend nach innen richtete und geradezu mystisch wurde.

Markus Lüpertz "Zwillinge" 2017 (c) Atilla Kirbas

Markus Lüpertz

Markus Lüpertz (*1945 in Reichenberg) zählt zu den bekanntesten deutschen Künstlern der Gegenwart. Der Maler, Grafiker und Bildhauer setzt bei seinen Werken den Fokus darauf, den Darstellungsgegenstand mit einer archetypischen Aussage seines Daseins festzuhalten. In der aktuellen Ausstellung liegt der Schwerpunkt auf den Bronze-Skulpturen des Künstlers: Mit handwerklich konventionellen Mitteln zeigt Lüpertz die Einfachheit des Archaischen. Dabei stehe das Material Bronze für das "klassisch Schöne", wobei die Figuren selbst auf den ersten Blick zerstört wirken. 

El Bocho "Pink" 2020 (c) Atilla Kirbas

Die "New Contemporary Art"

Die Kunst nach 2000 umfasst eine Vielfalt an Stilen, die in dieser Ausstellung exemplarisch anhand von Werken verschiedener internationaler Künstler verdeutlicht wird.

El Bocho (*1978 in Frankfurt a. Main) ist ein deutscher Streetart- und Graffiti-Künstler, er lebt und arbeitet in Berlin. El Bocho arbeitet mit unterschiedlichsten Materialien, der Schwerpunkt liegt jedoch auf Paste-ups. Der Künstler entwickelte als wiederkehrendes Stilelement in seinem schwarzhumorigen Werk u. a. den "Charakter" Lucy (entnommen der Kinderserie "Lucy, der Schrecken der Straße"), die ihre Katze umbringen will, welche aber alle Mordversuche überlebt.

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