Fotoausstellung "Street.Life. – Flüchtig gesehen, dauerhaft erzählt"

Vom 08. Mai bis zum 11. Juli 2026 widmet sich die StadtHausGalerie mit der Gruppenausstellung „Street.Life. – Flüchtig gesehen, dauerhaft erzählt“ der Fotokunst in verschiedenen Facetten. Im Mittelpunkt der Werke steht das Thema „Streetlife“. Dabei umfassen die Begriffe „Street“ und „Life“ die Vorstellung vom Leben im öffentlichen Raum als Spiegel gesellschaftlicher Dynamiken. Die Straße wird nicht nur als Verkehrsfläche verstanden, sondern als sozialer Begegnungsraum, Lebensraum und Bühne des Alltags. Im Fokus stehen alltägliche Situationen, spontane Begegnungen und individuelle Lebensrealitäten, die sich im öffentlichen Raum entfalten.

© Olaf Wiehler "Seeing Red Umbrellas"

Neben den Werken der professionellen Allgäuer Fotografen Ebby Hauser und Peggy Uhlich werden auch Werke der überregionalen Kunstschaffenden Susanne Bartels, Ivan Baschang, Stellan Gottschalk, Thomas Nechleba, Margret Paal und Olaf Wiehler gezeigt. Sie untersuchen die Wechselwirkung zwischen dem Menschen, dem Individuum, dem öffentlichen Raum und dem städtischen Publikum. Architektur wird zum strukturierenden Faktor oder tritt als losgelöstes, eigenständiges Kunstwerk auf. So greifen Dokumentation und Erzählung Hand in Hand.

Künstlerinnen und Künstler

Ebby Hauser © Esther Neumann

„Meine Kunst ist der Versuch, das Übersehene sichtbar zu machen und dem Flüchtigen Dauer zu verleihen“

Von der Malerei kommend, habe ich nach und nach entdeckt, wie unmittelbar und überraschend Photographie sein kann. Im Gegensatz zum gemalten Bild, das immer irgendwie konstruiert werden muss, zeigt ein Photo viele Nuancen und Details, die im Vorfeld kaum kontrollierbar sind. Dies gilt in besonderem Maße für Photographie im öffentlichen Raum.

Der künstlerische Prozess endet also keineswegs mit dem Erstellen einer Photographie, sondern erst als Ergebnis des Dialogs zwischen Produzent und Produkt oder – schöner ausgedrückt - zwischen Schöpfer und Geschöpf.

Mehr Infos unter ebbyhauser.com

Das Schaufenster an sich, als Bühne für eine Kunstaktion im öffentlichen Raum. Ein Spaziergang durch Giesing zwischen Schyrenbad, Kolumbusplatz und Alpenplatz wo sich noch zahlreiche alte und zum Teil vergessene Schaufenster befinden. Brach liegende Fensterflächen werden zu neuem Leben erweckt, ungenutzter Fensterraum wird zum Ausstellungsraum mit einer Zwischennutzung als Mahnmal gegen das Vergessen einer lange gewachsenen Identität. Das Bild in der Scheibe wird zu einer Metapher des Alltags.

Für die Serie Metropolitain entstehen Momentaufnahmen in der Pariser Metro. Das Spannungsfeld zwischen Öffentlichkeit mit Hektik und Gedränge und dem scheinbar persönlichen, intimen Raum des Sitzplatzes lässt dem Beobachter den Weg offen, nahe heranzutreten.

Mehr Infos unter ivanbaschang.com

 

Margret Paal ist mit vier übergeordneten Themen vertreten. Die Künstlerin arbeitet seriell und erforscht beziehungsweise erzählt unter einem jeweils gemeinsamen Nenner zu vier verschiedenen thematischen Schwerpunkten. „Public Realities“ erzählt über Sichtbarkeit, Verwundbarkeit und Fragilität der Existenz im öffentlichen Raum. Die Präsenz des Menschen im Alltagsgeschehen, Armut und ihre Folgen stehen in Beziehung zum Raum. In der Serie „Im System“ liegt der Fokus auf dem Alltag in der japanischen Großstadt mit allen Erscheinungen von Ordnung und Erschöpfung. Margret Paal verfolgt des Ziel den Zustand zwischen Kontrolle, Routine und Selbstverlust zu erfassen. Die Serie „Zwischen Nähe und Asphalt“ richtet den Blick auf soziale Vielfalt, Einsamkeit und kollektive Dynamik im städtischen Kosmos. Anonymität, Flüchtigkeit, Konsum aber auch Kontrolle sind dabei wesentliche Aspekte gegenwärtiger Stadterfahrung. In „Silent Tension“ spürt Margret Paal hingegen der mit durch die soziale Kontrolle entstehende, tiefgründige Spannung in kommunistisch geprägten Metropolen nach. Die einzelnen Figuren wirken isoliert, verletzlich und zugleich standhaft.

Immer erfasst sie präzise und ungeschönt, aber nie respektlos die Situationen der Menschen, wobei der öffentliche Raum den Blick des Betrachters lenkt, erweitert, fokussiert oder pointiert.

In der Street Photography folge ich ohne feste Dramaturgie der Aufmerksamkeit des kleinen Moments. Zufällige Situationen und kaum bemerkte Verschiebungen öffnen für mich Szenen und lassen Bilder entstehen. Reflexionen, Spiegelungen, Unschärfen und Verzerrungen treten in Beziehung zu symmetrischen Linien und architektonischen Strukturen. Zwischen Bewusstsein und Unbewusstem entsteht ein Raum, in dem Wahrnehmung und Empfindung zu einer gemeinsamen Sprache finden. 

Bei "Seeing Red Umbrellas" entschied ich eines nassen Tages spontan, roten Regenschirmen zu folgen. Und die Straße offenbarte mir, was meine Vorstellung sich wünscht. 

In Serien wie "do you see me" oder "any.one" werden Menschen zu Spiegeln meiner inneren Welt.  Jede Serie ist für mich auch eine Form des Nachspürens, das sich erst im Verlauf der Zeit durch wiederholtes Betrachten zeigt.

Mehr Infos unter www.olafwiehler.de

Sein künstlerischer Schwerpunkt umfasst neben der Street- und Dokumentar-Fotografie auch lang angelegte Reportagen zu gesellschaftspolitischen Themen. Gelegentlich begibt er sich aber auch in den Bereich der Stillleben-Fotografie.

Das Flanieren im öffentlichen Raum und die Freude am Entdecken bilden die Grundlage für reichhaltige Inspiration. Keine Inszenierung, point-and-shoot, meist „straight out of cam“ (sooc).

Ein Hauptthema seiner Fotografie sind Spuren, Auswirkungen und Hinterlassenschaften menschlicher Verhaltensweisen im öffentlichen Raum, ohne dabei den Mensch an sich in den Vordergrund zu rücken. Vielmehr sind lose Begegnungen, vermeintliche Banalitäten, flüchtige Momente und menschliche Routinen der Nährboden für visuelle Anekdoten.

Oft lenkt er den Fokus in Schnappschuss-Manier auf unscheinbare Szenarien abseits des Offensichtlichen, die Raum für Interpretation zulassen.

Subtil beobachtet, jedoch immer mit dem Anspruch auch missliche Situationen würdevoll -oder zumindest humorvoll- abzubilden.

In der technischen Umsetzung findet sich viel Experimentierfreudigkeit und fotografischer Spieltrieb. Neben professionellen Digitalkameras kommen auch Kompaktkameras, analoge Filmkameras und „Plastikknipsen“ zum Einsatz.

Mehr Infos unter www.zeegaro.com

 

 

Sein künstlerischer Schwerpunkt umfasst neben der Street- und Dokumentar-Fotografie auch lang angelegte Reportagen zu gesellschaftspolitischen Themen. Gelegentlich begibt er sich aber auch in den Bereich der Stillleben-Fotografie.

 

Das Flanieren im öffentlichen Raum und die Freude am Entdecken bilden die Grundlage für reichhaltige Inspiration. Keine Inszenierung, point-and-shoot, meist „straight out of cam“ (sooc).

 

Ein Hauptthema seiner Fotografie sind Spuren, Auswirkungen und Hinterlassenschaften menschlicher Verhaltensweisen im öffentlichen Raum, ohne dabei den Mensch an sich in den Vordergrund zu rücken. Vielmehr sind lose Begegnungen, vermeintliche Banalitäten, flüchtige Momente und menschliche Routinen der Nährboden für visuelle Anekdoten.

Oft lenkt er den Fokus in Schnappschuss-Manier auf unscheinbare Szenarien abseits des Offensichtlichen, die Raum für Interpretation zulassen.

Subtil beobachtet, jedoch immer mit dem Anspruch auch missliche Situationen würdevoll -oder zumindest humorvoll- abzubilden.

In der technischen Umsetzung findet sich viel Experimentierfreudigkeit und fotografischer Spieltrieb. Neben professionellen Digitalkameras kommen auch Kompaktkameras, analoge Filmkameras und „Plastikknipsen“ zum Einsatz.

Weitere Infos unter www.zeegaro.com

Street. Live. – Fotografie: flüchtig gesehen, dauerhaft erzählt. Dieser Titel
beschreibt präzise meinen Zugang zur Straße. Meine Bilder entstehen im
Vorübergehen, im scheinbar Zufälligen, im flüchtigen Augenblick. Doch in diesem
Moment öffnet sich etwas Dauerhaftes: ein Blick, eine Geste, eine Spiegelung, ein
Innehalten.
Spiegel und Fenster sind für mich mehr als Motive – sie sind Metaphern. Das
Fenster öffnet den Raum zur Welt, der Spiegel führt zurück zu uns selbst. Jede
Begegnung auf der Straße trägt beides in sich: Außen und Innen, Realität und
Projektion.
Ich arbeite bewusst in Schwarz-Weiß. Die Reduktion auf Licht und Schatten löst
das Sichtbare aus seiner Zeit und verdichtet es. Kontraste werden zu
Spannungsfeldern, Graustufen zu Übergängen zwischen Nähe und Distanz. So tritt
das Wesentliche hervor – jenseits des Dekors.
Meine Fotografien verdichten diese kurzen Momente zu erzählten Bildern. Sie
bewahren das Flüchtige und machen es lesbar – als leises Theater des Alltags,
das weiterwirkt, lange nachdem der Augenblick vergangen ist.

Weitere Infos unter susannebartels.photo

Der Asphalt der Straßen ist meine Leinwand. Grau, Anthrazit, Tiefschwarz.
Auf diesem Untergrund inszeniere ich nichts, ich 􀊛nde die Bilder vor. Spuren
auf der Basis unserer Mobilität. „Objets trouvés“, alltägliche Dinge, die wenig
bis keine Aufmerksamkeit erfahren. Die Dinge, die wir nicht mehr bewusst
sehen, versuche ich durch meine fokussierte Sichtweise aus ihrem
unbeachteten Kontext zu lösen, sie auf die bildliche Ebene zu bringen und sie
als solche von sich aus wirken zu lassen. Den Betrachtern wird hierdurch
deutlich, wie viele verschiedene Spuren sich auf unseren Straßen abzeichnen.
Der Werkkomplex Münchner Zeitzeugen zeigt Steinskulpturen auf Häusern
von Baugenossenschaften aus den 1910er- bis 1930er-Jahren in
Gegenüberstellung zu aktuellen Graffitis an Hauswänden. Bei Carart –
Autokunst geht es mir um einen überraschenden Blick auf die uns
tausendfach umgebenden Automobile.

Weitere Infos unter photodesign-gallery.com

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